Spürnasen im Einsatz

Tiere tun dem Menschen gut. Und Hunde ganz besonders. Nicht umsonst werden sie der „Beste Freund des Menschen“ genannt. Sie sind treu, animieren uns zur Bewegung und sind Türöffner zum Herzen. Sie helfen dem Menschen bei der Jagd, beim Hüten und sie sind gute Wachhunde. Und dann gibt es noch eine besondere Spezies, nämlich die ausgebildeten Rettungshunde.

Rettungshunde — im Dienst des Menschen

Rettungshunde arbeiten mit ihrem Hundeführer als Team zusammen. Eine enge Beziehung zwischen Mensch und Hund sind dabei ein Muss. Sie sind im Einsatz bei:

  • Menschensuche
  • Lawinensuche
  • Trümmersuche
  • Mantrailing
  • Wassersuche

und dies sind nur einige wichtige Aufgaben.

Anforderungen an Hund und Hundeführer

Hundeführer, die einen Rettungshund leiten, müssen ein hohes Engagement mitbringen und einen großen Teil ihrer Freizeit opfern. Obendrein müssen Rettungshundeführer körperlich und geistig fit sein und ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen.

Für die Ausbildung zum Rettungshund eignen sich Hunde von sechs bis zwölf Monaten. Die Vierbeiner dürfen weder Aggressionen zeigen, noch ängstlich sein. Der Hund muss zudem gesundheitlich in einem guten Zustand sein. Perfekt geeignet sind mittelgroße und athletische Tiere. In erster Linie soll dem Hund die Arbeit Spaß machen und er Freude am Stöbern haben. Obendrein sollte er eine große Lernbereitschaft besitzen. Obwohl sich nahezu jede Hunderasse zum Rettungshund eignet, werden folgende Rassen bevorzugt eingesetzt:

  • Deutscher Schäferhund
  • Australien Shepherd
  • Border Colli
  • Neufundländer

Beruf: Rettungshund

Bevor der Hund zum Rettungshund wird, müssen sowohl Mensch als auch Hund anspruchsvolle Prüfungen durchlaufen. Gehorsamkeit ist dabei ein wesentliches Merkmal. Die Arbeit ist je nach Einsatzgebiet nicht ohne Risiko. Hier sind nervenstarke Hundeführer sowie nervenstarke Hunde gefragt.

Eine Ausbildung dauert etwa eineinhalb bis drei Jahre. Der Beginn ist das Training in einer Hundestaffel. Hier wird zunächst spielerisch und ohne jeglichen Druck mit dem Vierbeiner gearbeitet. Fortschritte werden belohnt und die Gabe von Leckerli ist unabdingbar. Die Ausbildung besteht aus: Geländearbeit, Anzeigearbeit wie Bellen oder Scharren, Sucharbeit und Übungen an schwierigen Untergründen.

Zur Ausbildung des Hundeführers gehören: Erste-Hilfe-Kurs am Menschen und Hund, Verhaltenslehre des Hundes (Kynologie), Einsatztaktik sowie rechtliche Grundlagen und den Umgang mit Sprechfunkgeräten.